Hamburger Menetekel

Offener Brief

Der Offene Brief HAMBURGER MENETEKEL fordert zum Handeln auf. Graffiti sind die Menetekel von heute, in ihnen sind die Vorzeichen drohenden Unheils zu lesen. Anstatt sie als Warnungen vor zukünftigen Notlagen zu erhalten, löschen wir sie aus. Ihre Zerstörung muss beendet werden! Wir fordern daher zum einen, Graffiti als (materielles) Kulturgut im Sinnes des Kulturschutzgesetzes anzuerkennen, und zum anderen, die Kultur der Graffitideutung als immaterielles Kulturerbe in die repräsentative Liste der UNESCO aufzunehmen. Nur dadurch können wir die sich auf Hamburgs Wänden manifestierenden Ausdrucksformen für uns und auch für die Zukunft als Menetekel bewahren.#hamburgermenetekel

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Antibiotikaresistenzen (Bezirk ALTONA): 

Eine ständig wachsende Zahl gefährlicher Bakterien ist resistent gegen Antibiotika. 

 

Klimawandel (Bezirk HARBURG):

Die Folgen des Klimawandels treffen den Hamburger Süden.

 

Verteilungsgerechtigkeit (Bezirk EIMSBÜTTEL):

Gesellschaftlicher Reichtum ist ungleich verteilt. Die Unzufriedenen sind nicht mehr ruhig zu stellen.

 

Europa/Rückkehr des Nationalismus (Bezirk Nord):

Die Rückkehr des Nationalismus führt zu einer Zerreißprobe Europas.

 

Digitalisierung / Chaos / Demokratie (Bezirk WANDSBEK):

Die Digitalisierung bedroht die Demokratie.

 

Stadt als Beute / Recht auf Stadt (Bezirk MITTE):

Die Stadt gehört ihren Bewohnern nicht mehr. Sie wird von fremden Interessen regiert.

 

Krieg und Frieden (Bezirk BERGEDORF):

Die überwunden geglaubte Gefahr atomarer Konflikte ist zurück.

 

Alarmiert von diesen Befunden haben die Schüler*innen zu einem fachübergreifenden Futurologischen Kongress am 24/25/26 Mai ins Deutsche SchauSpielHaus eingeladen, wo sie ihre Prognosen mit Expert*innen der verschiedenen Themenfelder diskutieren wollen.